Die Umgebung von Tumbes

Tumbes ist die nördlichste große Stadt, die man in der Küste von Peru finden kann. Sie zählt etwa 100.000 Einwohner und ist eine halbe Stunde von Ecuador sowie eine gute Stunde vom Äquator entfernt.

 

Landschaftstechnisch betrachtet handelt es sich bei der Küste von Peru um eine einzige, leblos wirkende Wüste, die aber trotzdem eine gewisse Atmosphäre ausstrahlt. Neben der glühenden Hitze, der staubigen Luft und den verdorrten Gräsern und Sträuchern findet man immer wieder interessant wirkende Felsen, steile Abhänge und Steinformationen, die die unterschiedlichsten Farbtöne aufweisen. Befindet man sich dann noch in der Nähe des Meeres, so bietet sich einem eine eindrucksvolle Aussicht auf den scheinbar ewig verlaufenden Strand mit seinen Palmen, den meterhohen und geräuschvoll einbrechenden Wellen und dem unendlichen Blick hinaus in den Horizont.

 

Abgesehen von den „normalen“ Bestandteilen der peruanischen Küste, kommen in der Region von Tumbes noch einige weitere Elemente hinzu. Verantwortlich dafür ist der „Rio Tumbes“, der nahe der Stadt ins Meer mündet. Dieser Fluss mit seinen vielen Seitenarmen verwandelt die sonst so trostlos wirkende Wüste teilweise in kleine lebendige Oasen mit einer großen Pflanzenvielfalt. Auch die Menschen nutzen das Wasser, so dass man immer wieder riesige Reisfelder oder Bananenhaine mit saftigen Grüntönen ausmachen kann, die an eine fruchtbare Savannenlandschaft erinnern, in der man vereinzelt Bäume ausmachen kann.    

 

Der wichtigste touristische Ort der Umgebung von Tumbes ist „Puerto Pizarro“ mit den „Manglares“, einem Naturschutzgebiet. Hier mündet der Fluss ins Meer und hat viele kleine, nahe beieinanderliegende Inseln geformt. So gibt es zum Beispiel eine „Krokodilinsel“, auf der man seltene Arten dieser Reptilien in allen verschiedenen Größen besichtigen kann. Weiterhin gibt es noch eine eindrucksvolle „Vogelinsel“, auf der mehrere Tausende von Vögeln leben. Hinzu kommen dann noch einige weniger interessante „Bauminseln“ mit seltenen Pflanzenarten, die ziemlich unspektakulär vor sich her wachsen. Hat man all diese Orte besichtigt kann man es sich noch auf der „Strandinsel“ gemütlich machen, die direkt am Meer liegt.

 

Ein weiterer schöner Strand befindet sich in „Zorritos“. Hier ist um einiges mehr los, als in „Puerto Pizarro“ und man muss teilweise aufpassen, dass einem nichts geklaut wird. Ansonsten kann man hier Fuß- oder Volleyball spielen, Surfen lernen oder sich in ein Restaurant setzen und den Blick aufs Meer genießen.

 

Ein anderes Highlight der Region sind die „Hervideros“. Dabei handelt es sich um natürlich entstandene und warme Schlammbäder, die gut für die Haut sein sollen. Einmal eingetaucht, wird man nicht mehr so schnell sauber, weil es in der Nähe kein fließendes Wasser zum abwaschen gibt. Aber trotzdem, für eine Schlammschlacht und ein paar witzige Fotos hat es sich allemal gelohnt, in den miefenden Matsch zu springen.